Auf den Spuren des Erdbebens: Gürcan Öztürks Fotografien treffen in Berlin auf ein Gedenkprogramm
Zum Jahrestag der Erdbeben vom 6. Februar 2023 werden die dokumentarischen Fotografien von Gürcan Öztürk in Berlin im Rahmen eines Gedenkprogramms der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung erinnert an die Zerstörung, das Leid und die Widerstandskraft der betroffenen Regionen.
Berlin – Die Folgen der verheerenden Erdbeben vom 6. Februar 2023 bleiben auch Jahre später präsent. In Berlin werden diese Ereignisse nun durch eine umfassende Fotoausstellung des Fotojournalisten Gürcan Öztürk erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Ausstellung trägt den Titel „Auf den Spuren des Erdbebens: Wir werden zurückkehren“ und ist Teil eines begleitenden Gedenkprogramms.
Öztürk dokumentierte über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren das Leben in den vom Erdbeben betroffenen Regionen. Seine Fotografien entstanden unter anderem in Hatay, Adıyaman, Kahramanmaraş, Malatya und Gaziantep. Die Aufnahmen zeigen zerstörte Städte, provisorische Lebensbedingungen sowie den Alltag der Menschen nach der Katastrophe.
Fotografische Dokumentation und gesellschaftliche Erinnerung
Der Fotograf befand sich bereits kurz nach dem Erdbeben in den Krisengebieten. Seine Arbeiten konzentrieren sich nicht nur auf die sichtbaren Schäden, sondern auch auf menschliche Schicksale, Solidarität und den langsamen Wiederaufbau. Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur kollektiven Erinnerung und als visuelles Archiv eines historischen Einschnitts.
Nach Angaben der Veranstalter soll die Ausstellung insbesondere der in Europa lebenden Öffentlichkeit einen direkten Zugang zu den langfristigen Folgen der Katastrophe ermöglichen.
Gedenkveranstaltung in Berlin
Die Ausstellung wird am 6. Februar 2026 im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in Berlin eröffnet. Das Programm beginnt mit einem Empfang, gefolgt von einer offiziellen Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen, Videopräsentationen und kulturellen Elementen.
Im Anschluss ist die Ausstellung vom 7. Februar bis zum 28. März 2026 für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.
Soziale Dimension und Ausblick
Die Einnahmen einer begleitenden Benefizveranstaltung kommen einer Hilfsinitiative für erdbebenbetroffene Frauen zugute. Darüber hinaus ist geplant, das Projekt in weiteren europäischen Städten zu zeigen und die fotografische Arbeit später in Buch- und Dokumentarfilmform zu veröffentlichen.
Die Berliner Ausstellung markiert damit den Auftakt eines langfristig angelegten Dokumentationsprojekts, das die Folgen der Erdbeben über den tagesaktuellen Nachrichtenzyklus hinaus festhält.