Ugandas Tourismus auf der ITB Berlin 2026 vorgestellt

Auf der ITB Berlin 2026 wurde das touristische Potenzial Ugandas internationalen Fachbesuchern präsentiert. Die Vertreterin der Uganda Embassy Berlin, Jessica Namuddu, sowie die Tourismusunternehmerin Sara Mirembi Namuli erläuterten im Gespräch mit dem Journalisten Mustafa Ekşi die Natur- und Kulturangebote des ostafrikanischen Landes.

Auf der weltweit führenden Tourismusmesse ITB Berlin 2026 stand auch Uganda im Fokus der internationalen Tourismusbranche. Jessica Namuddu von der Uganda Embassy Berlin und die Tourismusunternehmerin Sara Mirembi Namuli gaben dem Chefredakteur von Medya.Berlin, dem Journalisten Mustafa Ekşi, Einblicke in die touristischen Möglichkeiten des Landes.

Jessica Namuddu betonte, dass Uganda als ostafrikanisches Land mit reicher Natur und tropischem Klima ein attraktives Reiseziel sei. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen etwa 23 und 28 Grad, was günstige Bedingungen für Natur- und Abenteuertourismus schafft.

Ein Drittel der weltweiten Gorillas lebt in Uganda

Namuddu hob hervor, dass Uganda zu den bedeutendsten Destinationen für Naturtourismus weltweit zählt. Das Land verfügt über mehr als acht Nationalparks, in denen Besucher eine große Vielfalt an Wildtieren erleben können. Besonders bemerkenswert sei, dass etwa ein Drittel der weltweiten Berggorilla-Population in Uganda lebt.

Neben Gorillas können Besucher auch Schimpansen sowie Nashörner beobachten. Weiße Nashörner, die zeitweise in der Region verschwunden waren, wurden im Rahmen von Schutzprogrammen wieder angesiedelt und sind heute erneut Teil der Tierwelt Ugandas.

Nilquellew, Viktoriasee und Murchison Falls

Auch geografisch verfügt Uganda über bedeutende Naturattraktionen. Der Nil, einer der längsten Flüsse der Welt, entspringt in Uganda und fließt von dort bis nach Ägypten. Ebenso gehört der Viktoriasee, einer der größten Seen Afrikas, zu den wichtigsten Naturressourcen des Landes.

Zu den spektakulärsten Naturwundern zählen außerdem die Murchison Falls, wo sich der Nil durch eine enge Schlucht zwängt und einen der kraftvollsten Wasserfälle der Welt bildet. Auch das Rwenzori-Gebirge mit Gipfeln über 5.000 Metern Höhe und ganzjähriger Schneedecke zählt zu den beeindruckenden Landschaften Ugandas.

Uganda bietet mehr als Safaris

Die in Berlin lebende Tourismusunternehmerin Sara Mirembi Namuli betonte im Gespräch, dass Uganda weit mehr als klassische Safaris zu bieten habe. Namuli lebt seit rund neun Jahren in Berlin und gründete gemeinsam mit drei internationalen Partnern das Tourismusunternehmen „Gasa Adventure“.

„Besucher kommen oft wegen der Gorillas und Schimpansen nach Uganda. Doch es gibt viel mehr zu entdecken: kulturelle Begegnungen, lokale Märkte, traditionelle Küche und das alltägliche Leben der Gemeinden“, erklärte Namuli.

Internationale Partnerschaften geplant

Das Unternehmen „Gasa Adventure“ wurde mit Partnern aus verschiedenen Ländern gegründet. Laut Namuli stammen die Geschäftspartner aus Griechenland, Uganda sowie aus Frankreich und Russland. Ziel sei es, den europäischen Markt stärker für Uganda als Reiseziel zu gewinnen.

Im Rahmen der ITB Berlin wurden auch Gespräche mit türkischen Tourismusanbietern geführt. Erste Kontakte seien bereits geknüpft worden, um künftig mehr Reisende aus Europa nach Uganda zu bringen.

Direktflüge erleichtern die Anreise

Namuli wies zudem darauf hin, dass Direktflüge von Turkish Airlines nach Uganda eine wichtige Rolle für den Tourismus spielen. Die Verbindung über Istanbul erleichtere europäischen Reisenden die Anreise erheblich.

ITB Berlin als wichtige Plattform

Mit Blick auf die ITB Berlin 2026 erklärte Namuli, dass die Besucherzahl möglicherweise etwas niedriger gewesen sei als im Vorjahr. Dennoch sei die Messe durch zahlreiche qualifizierte Geschäftsgespräche geprägt gewesen.

„Es geht nicht nur um die Anzahl der Besucher, sondern um gute Meetings. Wir haben viele Gespräche geführt und hoffen, dass daraus erfolgreiche Kooperationen entstehen“, sagte Namuli.