Grüne liegen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg vorn
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen die Grünen laut Hochrechnung knapp vor der CDU. Die AfD wird drittstärkste Kraft, während die SPD ein historisch schwaches Ergebnis erzielt. FDP und Linke müssen um den Einzug in den Landtag bangen.
Grüne knapp vor der CDU
Bei der Landtagswahl im deutschen Bundesland Baden-Württemberg liegen die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir laut einer Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen vorn.
Nach dem Stand von 19:23 Uhr erreichen die Grünen 31,4 Prozent der Stimmen. Die CDU mit Manuel Hagel kommt demnach auf 29,9 Prozent und liegt damit knapp hinter den Grünen.
AfD drittstärkste Kraft
Die AfD erreicht laut Hochrechnung 18,1 Prozent und wird damit drittstärkste politische Kraft im Land.
Die SPD fällt deutlich zurück und kommt nur noch auf 5,4 Prozent. Damit liegt sie lediglich knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.
Die FDP und die Linke liegen jeweils bei 4,4 Prozent. Sollte dieses Ergebnis bestätigt werden, würden beide Parteien den Einzug in den Landtag verpassen.
Mögliche Sitzverteilung im Landtag
Nach der aktuellen Hochrechnung könnte sich die Sitzverteilung im Landtag wie folgt darstellen:
Grüne: 44 Sitze
CDU: 42 Sitze
AfD: 26 Sitze
SPD: 8 Sitze
Die endgültige Zahl der Sitze kann sich durch Ausgleichsmandate noch verändern. Der Landtag umfasst mindestens 120 Abgeordnete, lag zuletzt jedoch mit 154 Parlamentariern deutlich über dieser Zahl.
Koalitionsoptionen
Rechnerisch wäre nach den Hochrechnungen eine Koalition aus Grünen und CDU möglich und hätte eine klare Mehrheit im Landtag.
Auch ein Bündnis aus CDU und AfD wäre mathematisch denkbar, gilt politisch jedoch als ausgeschlossen, da die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt.
Özdemir spricht von „fulminanter Aufholjagd“
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sprach nach Bekanntwerden der ersten Zahlen von einer „fulminanten Aufholjagd“ seiner Partei. In den vergangenen Wochen habe man deutlich aufgeholt.
Özdemir betonte zudem, dass es bei der Regierungsbildung um das Wohl des Landes Baden-Württemberg gehe und nicht um parteipolitische Interessen. Eine mögliche Koalition müsse auf einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ basieren.