Aserbaidschan feiert Unabhängigkeitstag in Berlin mit internationaler Beteiligung
Der Empfang zum Unabhängigkeitstag der Republik Aserbaidschan im Aserbaidschanisches Kulturzentrum brachte zahlreiche Vertreter aus Diplomatie, Politik, Wirtschaft, Medien und Militär zusammen. Gastgeber des Abends waren der Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, Nasimi Aghayev, und seine Ehefrau Lala Aghayeva.
Im Aserbaidschanisches Kulturzentrum fand anlässlich des Nationalfeiertages – des Tages der Unabhängigkeit der Republik Aserbaidschan – ein offizieller Empfang mit hochrangigen internationalen Gästen statt.
Zu den Teilnehmern gehörten der Botschafter der Republik Türkei in Berlin, Gökhan Turan, der Leiter der Europa-Abteilung des Auswärtigen Amts, Christoph Israng, der Botschafter Kasachstans in Deutschland, Nurlan Onzhanov, der Botschafter Usbekistans in Deutschland, Dilshod Akhatov, der Botschafter Israels in Deutschland, Ron Prosor, sowie weitere Diplomaten, Vertreter deutscher Ministerien, militärische Repräsentanten, Politiker, Unternehmer und Medienvertreter.
„Dieser Abend ist mehr als die Feier eines historischen Datums“
In seiner Ansprache erinnerte Nasimi Aghayev daran, dass am 28. Mai 1918 mit der Gründung der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik die erste parlamentarische und säkulare Republik in der muslimischen Welt entstanden sei.
„Dieser Abend ist mehr als die Feier eines historischen Datums. Er ist eine Feier der Freiheit, der Würde und des unbeugsamen Willens eines Volkes, sein Schicksal selbst zu bestimmen“, sagte Aghayev.
Der Botschafter betonte, dass selbst 71 Jahre sowjetischer Herrschaft den Freiheitswillen des aserbaidschanischen Volkes nicht hätten auslöschen können.
Aserbaidschan als Brücke zwischen Europa und Asien
Aghayev würdigte die Rolle von Heydar Aliyev beim Aufbau eines modernen und souveränen Staates. Unter der Führung von Ilham Aliyev habe sich Aserbaidschan zu einem starken und international respektierten Staat entwickelt.
Heute verbinde das Land Regionen, Märkte und Kulturen und spiele als zentraler Knotenpunkt des Mittleren Korridors eine strategische Rolle zwischen Europa und Asien.
Deutschland und Aserbaidschan vertiefen Zusammenarbeit
Der Botschafter bezeichnete Deutschland als einen wichtigen und verlässlichen Partner Aserbaidschans in Europa. Die bilateralen Beziehungen entwickelten sich dynamisch und umfassten Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur sowie den gesellschaftlichen Austausch.
Gerade in Zeiten globaler Krisen seien stabile Partnerschaften von besonderer Bedeutung.
Friedensprozess im Südkaukasus
Ein zentraler Schwerpunkt der Rede war die Entwicklung im Südkaukasus. Aghayev erklärte, dass Aserbaidschan nach der Wiederherstellung seiner territorialen Integrität den Kurs des Wiederaufbaus, der Aussöhnung und des nachhaltigen Friedens fortsetze.
Rund 85.000 Menschen lebten, arbeiteten und studierten inzwischen wieder in den befreiten Gebieten. Städte und Gemeinden würden vollständig neu aufgebaut.
Zugleich sprach der Botschafter von einer „neuen Realität“ zwischen Aserbaidschan und Armenien. Güterzüge mit Waren passierten inzwischen regelmäßig aserbaidschanisches Territorium auf dem Weg nach Armenien. Zudem exportiere Aserbaidschan erstmals seit mehr als 35 Jahren wieder Erdölprodukte nach Armenien.
„Das sind keine bloßen Handelsströme. Das sind Symbole und Zeichen wachsenden Vertrauens“, sagte Aghayev.
„Unabhängigkeit ist Verantwortung“
Zum Abschluss seiner Rede betonte Aghayev, dass Unabhängigkeit niemals selbstverständlich sei.
„Sie ist kein Geschenk der Geschichte, sondern Verantwortung und Verpflichtung zugleich“, erklärte der Botschafter.
Der Abend endete mit Gesprächen zwischen Diplomaten, Politikern und Gästen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Musikalische Darbietungen sowie Einblicke in die aserbaidschanische Kultur begleiteten den Empfang.