SPD-Politiker Stefan Krach: „Das ist keine Frage von Interessen, sondern demokratischer Solidarität“
Bei der von der CHP Berlin am Brandenburger Tor organisierten Kundgebung betonte SPD-Politiker Stefan Krach, dass die Unterstützung für Ekrem İmamoğlu keine politische Interessenfrage, sondern ein Ausdruck demokratischer Solidarität sei.
Berlin – Bei der von der CHP Berlin am 19. März 2026 vor dem Brandenburger Tor organisierten Kundgebung zur Unterstützung von Ekrem İmamoğlu äußerte sich der SPD-Politiker und Berliner Oberbürgermeisterkandidat Stefan Krach in einem Interview mit dem Journalisten Mustafa Ekşi.
Der SPD-Politiker Stefan Krach (links) beantwortete bei der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin die Fragen des Journalisten Mustafa Ekşi.Foto: JC Aiwa
„İmamoğlu wurde demokratisch gewählt“
Krach betonte, dass die Unterstützung für İmamoğlu keine parteipolitische, sondern eine prinzipielle Haltung sei:
„Das ist keine Frage von Interessen. Es ist Solidarität unter Demokratinnen und Demokraten. Ekrem İmamoğlu wurde demokratisch gewählt. Er hat Millionen Stimmen erhalten und steht für die Hoffnung vieler Menschen. Dass er derzeit ungerechtfertigt im Gefängnis sitzt, ist der Grund, warum wir heute hier sind.“
„Die Botschaft geht über İmamoğlu hinaus“
Auf den Hinweis, dass sich auch andere politische Gefangene in der Türkei befinden, erklärte Krach:
„Ich setze mich nicht nur für Ekrem İmamoğlu ein, sondern für alle, die aus politischen Gründen inhaftiert sind. Er ist einer von vielen. Das Signal, das wir heute senden, richtet sich an alle politischen Gefangenen.“
SPD-Politiker Stefan Krach spricht bei der von der CHP Berlin organisierten Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und fordert die Freilassung von Ekrem İmamoğlu sowie aller politischen Gefangenen.
„Lokale Verantwortung bleibt bestehen“
Im Interview wurde auch die deutsche Innenpolitik thematisiert. Auf die Frage, ob das Engagement in außenpolitischen Themen Wähler in Deutschland beeinflussen könnte, antwortete Krach:
„Ich bin täglich in Berlin unterwegs und arbeite an Lösungen für die Probleme dieser Stadt. Wenn jedoch ein demokratisch gewählter Bürgermeister ungerechtfertigt inhaftiert ist, nehme ich mir auch dafür Zeit. Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht gleichzeitig um andere Themen kümmere.“
„Kampf gegen den Rechtsextremismus“
Zur zunehmenden Stärke rechtsextremer Kräfte in Deutschland sagte Krach kurz und knapp:
„Ich setze mich dafür ein, dass sie nicht stärker werden.“