Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft

Bei der zweiten Ausstellung persischer Teppichkunst in der iranischen Botschaft in Berlin betonte Botschafter Majid Nili Ahmadabadi die Bedeutung des Perserteppichs als Symbol für Kultur, Frieden und Widerstandskraft. Neben der jahrtausendealten Handwerkskunst standen auch die aktuellen politischen Herausforderungen Irans im Mittelpunkt seiner Rede.

Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Eröffnung der zweiten Ausstellung persischer Teppichkunst in der iranischen Botschaft in Berlin. Botschafter Majid Nili Ahmadabadi sprach über die kulturelle Identität und Geschichte seines Landes.
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft
Persische Teppichkunst in Berlin: Botschafter Nili betont Kultur, Frieden und Widerstandskraft

Die zweite Ausstellung persischer Teppichkunst in der iranischen Botschaft in Berlin verbindet jahrtausendealte Handwerkskunst mit kultureller Diplomatie. Bei der Eröffnung betonte Irans Botschafter Majid Nili Ahmadabadi die Bedeutung des Perserteppichs als Symbol nationaler Identität, des Friedens und der Widerstandskraft. Auch die jüngsten militärischen Konflikte standen im Mittelpunkt seiner Rede.

„Jeder Knoten steht für Geduld“

Mit einer Begrüßung auf Deutsch eröffnete der iranische Botschafter Majid Nili Ahmadabadi die zweite Ausstellung zur Kunst des Perserteppichs. Anschließend setzte er seine Ansprache auf Englisch fort.

Der Perserteppich sei weit mehr als ein kunsthandwerkliches Erzeugnis. Er erzähle die Geschichte Irans, seiner kulturellen Vielfalt und seiner jahrtausendealten Zivilisation.

Jeder Knoten stehe für Geduld, jedes Muster und jede Farbe vermittle einen Teil der kulturellen Traditionen, Überzeugungen und künstlerischen Ausdrucksformen der Menschen im Iran.

Nach den Worten des Botschafters bildet der Perserteppich eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und trägt dazu bei, die kulturelle Identität des Landes international sichtbar zu machen.

Politische Botschaften bei der Ausstellungseröffnung

Neben der kulturellen Bedeutung der Teppichkunst ging Nili auch auf die aktuelle politische und militärische Situation seines Landes ein.

Iran sei innerhalb von weniger als einem Jahr von zwei Kriegen betroffen gewesen, erklärte der Botschafter. Er warf zwei nuklear bewaffneten Akteuren vor, militärisch gegen sein Land vorgegangen zu sein.

Zugleich betonte Nili, Iran verfüge nicht über Atomwaffen und lehne diese grundsätzlich ab. Diese Aussagen geben die Position des Botschafters wieder und stellen keine unabhängige Überprüfung der umstrittenen nuklearpolitischen Fragen dar.

Während der Konflikte habe es zudem Äußerungen gegeben, die auf eine Zerschlagung Irans und die Auslöschung seiner kulturellen Identität abgezielt hätten, erklärte Nili.

Die iranische Zivilisation habe jedoch über Jahrtausende hinweg Kriege, politische Umbrüche und wechselnde Machtverhältnisse überstanden.

Tradition trifft auf zeitgenössisches Design

Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche Facetten der persischen Teppichkunst. Neben klassischen Ornamenten und traditionellen Mustern werden auch zeitgenössische Interpretationen gezeigt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Teppich mit dem Ausstellungstitel „Versace-Muster“. Das Werk verbindet traditionelle Gestaltungselemente mit einer modernen, von der Ästhetik des italienischen Modehauses inspirierten Formensprache.

Goldfarbene Ornamente, florale Motive und eine zentrale Medusa-Darstellung prägen das Design auf schwarzem Hintergrund.

Die ausgestellte Arbeit verdeutlicht, wie traditionelle persische Teppichkunst mit internationalen Gestaltungseinflüssen verbunden werden kann.

Kultureller Austausch in Berlin

An der Ausstellungseröffnung nahmen zahlreiche Gäste teil. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die künstlerische Vielfalt persischer Teppiche kennenzulernen und sich über kulturelle Traditionen auszutauschen.

Auch Mustafa Ekşi, Chefredakteur von Medya.Berlin, besuchte die Ausstellung und informierte sich über die präsentierten Werke.

Zum Abschluss seiner Rede dankte Botschafter Nili den an der Organisation beteiligten Mitarbeitern sowie Herrn Pakhandi, Herrn Bidabadi und ihren Teams.

Er äußerte die Hoffnung, dass die Besucher in den Farben und Mustern der Teppiche nicht nur Kunstwerke, sondern auch die Geschichte und kulturelle Identität Irans erkennen würden.

Die Ausstellung zeigt damit, dass der Perserteppich nicht allein ein bedeutendes Kulturgut ist, sondern auch als Instrument des internationalen kulturellen Dialogs verstanden werden kann.

Medya.Berlin-Chefredakteur Mustafa Ekşi gemeinsam mit der Buchautorin Andrea Röschke, Verfasserin von „Iran selbst erlebt“, am Rande der Perserteppich-Ausstellung in Berlin.

Foto: Jean Claude Aiwert